Banksia (botanischer Name BANKSIA GRANDIS L.) wächst als immergrüner Laubbaum. Er erreicht 10 m Höhe und 50 cm Durchmesser. Es gibt etwa 75 Arten von Banksia, 60 dieser Arten wachsen in Westaustralien. Nur die Art BANKSIA GRANDIS L. bildet so große Zapfen, daß man sie verwerten kann. Das sind keine Zapfen im eigentlichen Sinne wie wir sie von Nadelbäumen kennen, sondern nach der Blüte verholzen die Blütenstandsachse und die Fruchtblätter sehr stark und bilden einen zapfenähnlichen Kolben. Zwischen September und Januar erscheinen endständige, langgestreckte Blütenkolben, die sich aus zahllosen goldgelben Einzelblüten zusammensetzen. Nach der Befruchtung erscheinen Fruchtstände, die bis zu 30 cm lang werden können. Ihr Gewicht beträgt bis zu 1 kg. Sie sind mit zahlreichen Balgkapseln besetzt, die bei der Reife zweiklappig aufplatzen und das Samenkorn mit seinem Flügel entlassen. Die Zapfen werden gepflückt, wenn sie ein Alter von etwa 7 Jahren erreicht haben. Der Baum erreicht eine Höhe von maximal 10 m. Er hat eine sehr ausladende Krone.

 



BANKSIA wurde nach Sir Joseph Banks (1743 - 1820) benannt, einem englischen Naturforscher. Auf dem Segelschiff "Endeavour" unter Kapitän James Cook nahm er von 1768 bis 1771 an der Weltumsegelung teil. 1770 entdeckte und beschrieb er in Australien die Banksias.

Die Verarbeitung von Banksia erfolgt meist durch drechseln - ein im Vergleich zur Bearbeitung von "normalem" Holz unglaublich "schmutziger" Vorgang. Der Banksia "Zapfen" ist von einer dichten Schicht aus einer Art "Flaumhaaren" ähnlich einem Schilfkolben umgeben, was beim Drechseln einige Anforderungen an die Staubabsaugung stellt.

Das Endergebnis mit seiner dunkel rotbraunen gemaserten Zeichnung und der einzigartigen Lochstruktur entschädigt aber für die Mühen.

Teelicht, Öllämpchen, Banksia "Zapfen" Banksia (Nov. 2006)